Narzissten gelten als selbstverliebte Egomanen. Doch der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs widerspricht: Im Kern steckt kein Übermass, sondern ein Mangel – ein fragiler Selbstwert, geprägt durch fehlende Zuwendung in der Kindheit.
Narzissmus zeigt sich dabei in Abstufungen, wie Fuchs im «Zimmer 42» erläutert. Viele Menschen kennen narzisstische Züge – das bedeutet jedoch nicht, dass es eine gesunde Form des Narzissmus gibt. Denn narzisstisches Verhalten schadet letztlich immer auch dem eigenen Selbstverhältnis.