Genau­ig­keit im Denken ist umso wichtiger, je ver­wor­re­ner unsere Gegenwart scheint. Leisten wir uns diese Genau­ig­keit. Denkend Ordnung ins Gewirr zu bringen, schafft Distanz und dient zugleich der Selbstvergewisserung.

Wirksam helfen. Eine Diskussion über Solidarität

Soli­da­ri­tät gegenüber Menschen in Not — Schwei­ze­rin­nen und Schwei­zern scheinen dieses Anliegen gross zu schreiben. Das hiesige Spen­de­vo­lu­men ist konstant hoch. Doch wem genau soll und kann mit einer Spende geholfen werden? Und welche Hilfe ist nach­hal­tig? Barbara Bleisch dis­ku­tiert am 20. Mai 2022 im Luzerner Neubad mit Peter Schaber, Professor für Ange­wand­te Ethik an der Uni­ver­si­tät Zürich, mit Kristina Lanz, Fach­ver­ant­wort­li­che «Ent­wick­lungs­po­li­tik» bei Alli­an­ce­Sud, und mit Christian Heuss, Leiter Kom­mu­ni­ka­ti­on und Mit­tel­be­schaf­fung der NGO “Soli­dar­Med”.

Neubad Luzern, 20.5.2022

“Bleisch&Bossart” — Staffel 4

Im YouTube-Format “Bleisch&Bossart” (SRF) streiten sich Yves Bossart und Barbara Bleisch über phi­lo­so­phi­sche Fragen, die sich uns im all­täg­li­chen Zusam­men­le­ben stellen. In der 4. Staffel geht es um den Trend zum Mini­ma­lis­mus, um künst­li­che Intel­li­genz, um zivilen Unge­hor­sam und anderes mehr. Gestartet ist die neue Staffel mit einer Episode zu Sensibilität.

Bleisch&Bossart (SRF), 6.4.2022

“Philosophischer Stammtisch”: Ist der Pazifismus passé?

Mit Putins Invasion der Ukraine scheint der Pazi­fis­mus endgültig passé: Aggres­so­ren kann man nur mili­tä­risch besiegen oder abschre­cken, Gewalt scheinbar nur mit Gegen­ge­walt beenden. Doch lassen sich das eigene Land und dessen Werte letztlich nur krie­ge­risch schützen? Oder zeigt gerade der Krieg in der Ukraine, dass mili­tä­ri­sche Gewalt selbst im Ver­tei­di­gungs­fall die schlech­tes­te aller Lösungen ist, weil sie das Leiden der Bevöl­ke­run­gen ver­län­gert und inten­si­viert? “Give peace a chance!” – aber wie? Barbara Bleisch und Wolfram Eilen­ber­ger dis­ku­tie­ren am Phi­lo­so­phi­schen Stamm­tisch mit dem Phi­lo­so­phen Wilfried Hinsch und der Publi­zis­tin Elke Schmitter.

Stern­stun­de Phi­lo­so­phie (SRF), 20.3.2022

Elif Shafak: Wider die Gleichgültigkeit!

Elif Shafak gilt als eine der wich­tigs­ten lite­ra­ri­schen Stimmen der Gegenwart. Ihre poli­ti­schen Kom­men­ta­re zur Türkei, zu Migration und zu Frau­en­rech­ten werden weltweit gehört. Barbara Bleisch spricht mit ihr in der “Stern­stun­de Phi­lo­so­phie” über kol­lek­ti­ve Amnesie, die Kraft der Natur und die Gefahr der Gleichgültigkeit.

Stern­stun­de Phi­lo­sop­gie (SRF), 13.3.2022

Barbara Bleisch trifft Cédric Wermuth

Als «Schre­ckens­ge­spenst der Bonus-Mil­lio­nä­re» gefürch­tet oder als «Hoff­nungs­trä­ger der Sozi­al­de­mo­kra­ten» gepriesen – unter­schied­li­cher könnten sich die Per­spek­ti­ven auf Cédric Wermuth nicht prä­sen­tie­ren. Vor gut zehn Jahren ist Wermuth in den Natio­nal­rat ein­ge­zo­gen und nun zum Co-Prä­si­den­ten der Partei auf­ge­stie­gen. Kämp­fe­risch ist der Politiker immer geblieben. So treibt er seine poli­ti­schen Gegner*innen auch mal zur Weissglut und zer­pflückt deren Argumente scho­nungs­los. Sein Phi­lo­so­phie­stu­di­um kommt ihm dabei immer wieder zupass. Barbara Bleisch fühlt Cédric Wermuth theo­re­tisch auf den Zahn: Ist Marx heute noch aktuell? Woran bemisst sich soziale Gerech­tig­keit? Und kann man mit Phi­lo­so­phie die Welt verändern?

Dampf­zen­tra­le Bern, 31.3.2022

#giigets zu Lärm und Stille

Am Sams­tag­mor­gen zwischen 9 und 10.30 lädt Rahel Giger jeweils zum Phi­lo­so­phie­ren ein. In Ihrer Sendung #giigets auf SRF3 sind abwechs­lungs­wei­se Yves Bossart und Barbara Bleisch zu Gast. Diese Woche haben wir über Lärm und Stille nach­ge­dacht — und darüber, warum Scho­pen­hau­er den Lärm als imper­ti­nen­tes­te aller Unter­bre­chun­gen bezeich­net hat.

#giigets (SRF), 12.2.2022

Kann das Denken Grenzen sprengen?

Sie spricht sieben Sprachen fliessend, zahlt in drei Ländern Steuern und forschte an Uni­ver­si­tä­ten rund um die Welt: Die Sozi­al­an­thro­po­lo­gin Shalini Randeria ist geradezu dafür prä­de­sti­niert, uns die Mechanik der Glo­ba­li­sie­rung zu erklären. Seit letztem November ist sie Rektorin der “Central European Uni­ver­si­ty” in Wien. In der “Stern­stun­de Phi­lo­so­phie” spricht sie über (post)koloniales Denken, über Eth­no­zen­tris­mus als neue Spielform des Natio­na­lis­mus und über unsere Grenzen im Denken.

Stern­stun­de Phi­lo­so­phie (SRF), 6.2.2022

Barbara Bleisch trifft Jonas Lüscher

Der preis­ge­krön­te Schweizer Schrift­stel­ler Jonas Lüscher versteht das Leben an sich als Erzählung. Die Kraft des Erzählens hilft uns nicht nur, ein Leben zu leben, das wir als das unsere verstehen – diese Kraft gilt es auch politisch zu nutzen. Barbara Bleisch dis­ku­tiert mit dem kri­ti­schen Denker über die Macht der Fiktion in der Politik, über die Frage, wie wir unser Leben zu einer Biografie weben – und über den neuen Blick aufs Leben, den Lüscher gewonnen hat, seit er eine schwere Covid-Infektion nur knapp überlebt hat.

Dampf­zen­tra­le Bern, 3.2.2022

Philosophisches Café mit Tobias Hürter

Der Philosoph und Mathe­ma­ti­ker Tobias Hürter zeichnet in seinem Buch «Das Zeitalter der Unschärfe – Die glän­zen­den und die dunklen Jahre der Physik» die Jahre um 1900 nach, in denen die Quan­ten­theo­rie entstand. Die Unschärfe, die Unein­deu­tig­keit, werden fortan zum bestim­men­den Merkmal der neuen Wis­sen­schaf­ten. Was bedeutet es für scharf­sin­ni­ge Denkende, wenn Unschärfe in die Gleichung auf­ge­nom­men werden muss? Wie verhalten sich wis­sen­schaft­li­ches Genie und poli­ti­sche Macht zuein­an­der? Und warum sollte sich die Phi­lo­so­phie für Physik inter­es­sie­ren? Tobias Hürter ist im Phi­lo­so­phi­schen Café im Lite­ra­tur­haus Hamburg bei Barbara Bleisch zu Gast.

Phi­lo­so­phi­sches Café, 17.2.2022

Barbara Bleisch trifft Miriam Cahn

Miriam Cahn ist eine der bedeu­tends­ten Schweizer Künst­le­rin­nen. In ihrem vielfach preis­ge­krön­ten Werk the­ma­ti­siert sie die Ver­letz­lich­keit des Körpers ebenso wie Lust und Gewalt, Krieg und Flucht. Barbara Bleisch spricht mit Miriam Cahn in ihrer Gesprächs­rei­he in der Dampf­zen­tra­le Bern über die Frage, was es heisst Mensch zu sein und mensch­lich zu bleiben.

Dampf­zen­tra­le Bern, 18.12.2021

Bleisch&Bossart: Dritte Staffel

Seit 2020 dis­ku­tie­ren Barbara Bleisch und Yves Bossart von der «Stern­stun­de Phi­lo­so­phie» im gemein­sa­men YouTube-Format «Bleisch&Bossart» (SRF) all­tags­phi­lo­so­phi­sche Fragen. Im Winter 2021 ging der phi­lo­so­phi­sche Zoff mit Stil mit der dritten Staffel an den Start – u.a. zu Fragen wie «Darf man tratschen und lästern?», «Arbeit: Frust oder Lust?» oder «Wie geht Liebe heute?»

Bleisch&Bossart, 15.12.2021

«Wir müssen aufhören!»

Der Kli­ma­wan­del wird zunehmend zum Stör­fak­tor: Wir möchten weiter machen wie bisher, fürchten aber den drohenden Kollaps. Also suchen wir Stra­te­gien, Bestehen­des zu opti­mie­ren. Der Sozi­al­psy­cho­lo­ge und Best­sel­ler­au­tor Harald Welzer plädiert dem­ge­gen­über für eine Kultur des Aufhörens. Barbara Bleisch trifft ihn in der «Stern­stun­de Phi­lo­so­phie» zum Gespräch.

Stern­stun­de Phi­lo­so­phie (SRF), 17.10.2021

Barbara Bleisch trifft Judith Schalansky

«Barbara Bleisch trifft» – das ist der Titel einer neuen Gesprächs­rei­he in der Dampf­zen­tra­le Bern. Der Name ist Programm: Viermal im Jahr gehört die Bühne der bekannten Phi­lo­so­phin und Autorin Barbara Bleisch. Sie trifft jeweils eine inspi­rie­ren­de Per­sön­lich­keit ihrer Wahl aus Kultur, Politik, Kunst und Wis­sen­schaft zum Gespräch über das aktuelle Zeit­ge­sche­hen und die Denkräume ihrer Gäste. Dieses Mal ist Judith Schalan­sky zu Gast, die mit der preis­ge­krön­ten Reihe «Natur­kun­den» bei Matthes&Seitz Natur­phi­lo­so­phie und Natur­ge­schich­te neu insze­niert und erfindet und mit ihrem gefei­er­ten Roman «Der Hals der Giraffe» eigen­sin­nig und originell über unser Ver­hält­nis zur Natur nach­ge­dacht hat.

Dampf­zen­tra­le Bern, 30.9.2020

«Alle Lust will Ewigkeit!»

«Alle Lust will Ewigkeit» lautet eine berühmte Zeile aus Friedrich Nietz­sches genialem Werk «Also sprach Zara­thus­tra». Der öster­rei­chi­sche Philosoph Konrad Paul Liessmann widmet dieser Zeile und dem mensch­li­chen Sehnen und Sein ein ganzes Buch. Ent­stan­den ist ein Plädoyer für die Lust, die notabene ohne Schmerz nicht zu haben ist. Liessmann plädiert auch für die Lust am Fabu­lie­ren, die uns abhanden zu kommen droht, weil die einzige Währung unserer Zeit Fakten, Daten und Sta­tis­ti­ken sind. Doch für Liessmann liegt die Wahrheit nicht nur in der Vernunft, sondern ebenso in der Fiktion, die ihre eigene Wahrheit kennt. Barbara Bleisch fragt den umtrie­bi­gen Wiener Phi­lo­so­phen, ob wir uns in Zeiten von Fake News das Lob der Fiktion wirklich leisten können, ob die lei­den­schafts­lo­se See­len­ru­he der Epikureer das Leben tat­säch­lich nur öde macht und was es mit Liess­manns Lust am Renn­rad­fah­ren auf sich hat.

Stern­stun­de Phi­lo­so­phie (SRF), 26.9.2021

«Sich selbst sein»

Barbara Bleisch spricht am Inter­na­tio­na­len Kul­tur­fest Sils «Reso­nan­zen» über die Frage, was es heisst, sich selbst zu sein und weshalb das Ideal der Authen­ti­zi­tät heute so Kon­junk­tur hat.

Reso­nan­zen, 21.9.2020

Barbara Bleisch trifft Carolin Emcke

«Barbara Bleisch trifft» – das ist der Titel einer neuen Gesprächs­rei­he in der Dampf­zen­tra­le Bern. Der Name ist Programm: Viermal im Jahr gehört die Bühne der bekannten Phi­lo­so­phin und Autorin Barbara Bleisch. Sie trifft jeweils eine inspi­rie­ren­de Per­sön­lich­keit ihrer Wahl aus Kultur, Politik, Kunst und Wis­sen­schaft zum Gespräch über das aktuelle Zeit­ge­sche­hen und die Denkräume und Erfah­rungs­wel­ten ihrer Gäste. Auch das Publikum ist gefragt: Ein Zet­tel­kas­ten wird zur analogen Kom­men­tar­spal­te umfunk­tio­niert, in der sich die Zuhö­ren­den ein­brin­gen können, frei von digitalem Schnick­schnack und ohne sich im Saal expo­nie­ren zu müssen.
Den Auftakt zur Reihe macht das Gespräch mit der preis­ge­krön­ten Phi­lo­so­phin und Publi­zis­tin Carolin Emcke.

Dampf­zen­tra­le Bern, 17.6.2021

Identitätspolitik – wer darf an wessen Stelle sprechen?

Der erste Roman der Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin Mithu Sanyal war ein Ereignis: «Identitti» stellt die Frage unserer Zeit nach der Deu­tungs­ho­heit über die eigene Identität. Konzepte wie Trans­gen­der oder Non­bi­na­ri­tät zeigen, dass Identität nicht nur etwas Fluides ist, sondern auch Selbst­zu­schrei­bun­gen eine Rolle spielen. Eine “Stern­stun­de Phi­lo­so­phie” über Herkunft und Identität, über post­ko­lo­nia­les Denken und über die Blindheit gegenüber Privilegien.

Stern­stun­de Phi­lo­so­phie (SRF), 16.5.2021

Rasend vernünftig

Ver­schwö­rungs­theo­rien ent­sprin­gen nicht zwingend einem Mangel an Vernunft — sondern im Gegenteil einem Über­schuss an Vernunft. Schon Immanuel Kant wusste, dass Auf­klä­rung in Paranoia umschla­gen kann, wenn man die Vernunft miss­ver­steht. Ein Beitrag im Magazin “Futurzwei”, her­aus­ge­ge­ben von der taz (Berlin).

Futurzwei, taz, 1.3.2021

Die moderne Familie, philosophisch betrachtet

Die moderne Repro­duk­ti­ons­me­di­zin geht uns alle etwas an. Denn mit der soge­nann­ten Genschere Crispr CAS‑9 haben wir ein Instru­ment, nicht nur den Menschen, sondern die Mensch­heit zu verändern. Wo sind die Grenzen zu ziehen, aus recht­li­cher, aus phi­lo­so­phi­scher Sicht? Was ist nicht nur machbar, sondern auch wünschbar? Barbara Bleisch und Andrea Büchler im Gespräch mit dem «Phi­lo­so­phie Magazin».

Phi­lo­so­phie Magazin, 30.4.2020

«Philosophie muss man aushalten.»

Als Mode­ra­to­rin der Sendung «Stern­stun­de Phi­lo­so­phie» holt sich Barbara Bleisch die grossen Denker der Gegenwart ins Fern­seh­stu­dio, um mit ihnen über Fragen der Zeit oder den Ursprung der Welt zu sprechen. Was lässt ein Gespräch gelingen? Wie schafft man es, dass sich jemand vor der laufenden Kamera öffnet? Im Interview erzählt die Schweize- rin über Menschen und Momente, die ihr besonders in Erin­ne­rung geblieben sind, und welche phi­lo­so­phi­sche Frage sie aktuell am meisten beschäftigt.

Galore, 8.4.2020

Abgenabelt – Was schulden Kinder ihren Eltern?

Gehorsam, Dank­bar­keit, Fürsorge – lange war es selbst­ver­ständ­lich, was Kinder ihren Eltern schulden. Heute ist das Ver­hält­nis kom­pli­ziert. In Zeiten der Klein­fa­mi­lie, der beruf­li­chen Mobilität und der zuneh­men­den Alterung der Gesell­schaft werden Eltern-Kind Bezie­hun­gen neu dis­ku­tiert und ver­han­delt.
Silke Arning im Gespräch mit Barbara Bleisch, Ijoma Mangold und Gunther Schmidt

20.06.2018 SWR2, Forum